Krankenhausvorbereitungen

Die OP ist nun doch nicht zu vermeiden. In den letzten Wochen liefen die Vorbereitungen auf Hochtouren. An dieser Stelle möchte ich mich einfach mal bedanken: Danke für die guten Tipps, danke für Erfahrungsberichte und tatkräftige Hilfe.

Paul nimmt bisher alles recht gelassen, wir haben ihn aufgeklärt, was passieren wird (natürlich ohne genaue Details der Operation). Er weiß, dass wir ins Krankenhaus fahren für ein paar Tage und Nächte, dass er eine Narkose bekommt (kennt er ja bereits) und die Ärzte etwas mit seinen Ohren und in seinem Hals machen, damit er wieder besser hören kann. Der letzte Hörtest ergab ein Hörvermögen von nur noch 10% und man merkt ihm zunehmend an, dass das Hören ihn wirklich anstrengt. Auf das Eis nach der Operation freut er sich und er hat schon die genauen Besuchszeiten für Papa und den kleinen Bruder festgelegt. Ich hoffe, er bleibt so positiv eingestellt.

Gemeinsam haben wir gerade die Tasche gepackt. Außer den Anziehsachen haben wir noch zusätzliche Dinge eingepackt, auf die ich ohne die guten Tipps wohl nicht gekommen wäre:

einen nagelneuen CD-Player mit extraweichen großen Kopfhörern und mehrere CDs (Musik, Hörspiele)
und
eine Kirschkerndecke in Kopfkissengröße, die unsere engagierte Autismustherapeutin von einer anderen Mutter ausleihen konnte

Paul liebt diese Decke, er kichert zwar beim Auflegen (sie reicht ihm von der Brust bis fast zu den Knien), entspannt sich dann aber sichtlich. Er selbst hat sich eben mehrfach vergewissert, dass diese Decke unbedingt mitkommen darf. Für mich heißt das, dass ich auch so eine Decke nähen muss, wenn wir wieder zu Hause sind. Wenn ihr eine Anleitung für eine absolute Nähniete ohne Nähmaschine wie mich habt, immer her damit! Wir haben auch mit Sandsäckchen in unterschiedlichen Größen und Gewichten experimentiert, der Erfolg bei Paul war zwar spürbar, aber nicht so deutlich wie mit der Decke.

Morgen früh müssen wir dann in der Klinik einchecken. Ich bin sehr gespannt, wie sie auf Pauls Bedürfnisse eingehen. Ich habe an die Koordinationsstelle eine Mail geschickt mit einer Erklärung der Besonderheiten und der Begründung, warum ich als Mutter mit aufgenommen werden muss. Normalerweise werden Begleitpersonen nur bis zum 6. Geburtstag akzeptiert. Da reichte allerdings das Stichwort „Pflegestufe“, um ganz schnell auf Kooperation zu treffen. Man kann mich Glucke nennen, aber ich kann mir nur schlecht vorstellen, ein altersgerecht entwickeltes Kind mit 7 Jahren alleine im Krankenhaus zu lassen. Ich selbst war zwar mit 4 Jahren auch mehrere Wochen alleine im Krankenhaus (Besuchstage nur Mittwoch und Sonntag für je 3 Stunden), aber ich habe keine guten Erinnerungen an diese Zeit. Jedenfalls habe ich im Vorfeld hoffentlich alles getan, um es Paul möglichst leicht zu machen.

Ihr dürft uns gerne am Mittwoch die Daumen drücken, dass alles so reibungslos wie möglich abläuft. Und dass wir Paul diesmal besser und ruhiger aus der Narkose bekommen, damit er nicht so sehr leiden muss.

Und ich nehme ein Paket gute Nerven, ich hasse nämlich normalerweise Krankenhäuser. 😉

Bis demnächst auf diesem Blog.

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2 Kommentare zu “Krankenhausvorbereitungen

  1. Ich bin in Gedanken bei Euch und hoffe, dass alles gut verläuft. Wünsche Dir ganz starke Nerven und Paul viel kraft und Mut mit der OP gut umgehen zu können. Ich drück Euch ganz feste die Daumen. Ganz liebe Grüße Sabrina

  2. Ich hoffe sehr, dass der heutige Tag ohne „Überraschungen“ gut verlaufen ist.

    Gute Besserung und eine aushaltbare Zeit im KH.

    LG Anita

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