Sowas wie Gerechtigkeit

Erinnert ihr euch an den Fall London McCabe, über den ich auch schrieb? Diesen wunderschönen autistischen Jungen, der mich so sehr an meinen Paul erinnerte? Seine Mutter bekannte sich vor Gericht schuldig und wurde wegen Mordes zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe mit Aussicht auf Bewährung nach frühestens 25 Jahren verurteilt. Das ist zumindest ein ansatzweise gerechtes Urteil.

Im Lauf des Verfahrens stellte sich heraus, dass sie sowohl den Mord an ihrem Sohn als auch ihre Verteidigung von langer Hand geplant hatte. Es war also weder eine Kurzschlussreaktion noch wusste sie vor lauter Verzweiflung weder ein noch aus. Sie wollte einfach „frei sein“. Sie plante auf unzurechnungsfähig zu plädieren, setzte vor dem Mord ein paar Hinweise auf psychische Störungen indem sie behauptete Stimmen zu hören und kundschaftete gleichzeitig aus, welche Brücke sich wohl eignen würde, ihren Sohn zu „entsorgen“. Also ein sehr perfider Plan.

Diejenigen, die damals die Mutter in Schutz genommen haben würde ich am liebsten fragen, ob sie immer noch zu ihren Worten stehen.

In Gedanken bin ich heute bei London McCabe und all den anderen autistischen Kindern, die von ihren Eltern ermordet wurden. Ruht in Frieden.

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3 Kommentare zu “Sowas wie Gerechtigkeit

  1. Pingback: Mord ist nicht gesellschaftsfähig – oder doch? Oder darf man bei behinderten Menschen zumindest relativieren? – Autismus – Keep calm and carry on

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