Inklusion? Was ist denn das?

Oder auch: „Seien Sie doch dankbar, dass Sie so engagierte Lehrer haben! Sie können ja auch zur Förderschule wechseln, da wäre das Kind ohnehin besser aufgehoben.“ Wir schreiben das Jahr 2016. Auch im letzten abgelegenen Kaff irgendwo im Niemandsland sollte inzwischen so langsam mal bekannt sein, was Inklusion ist und was sie bedeutet. So auch an Pauls Schule. Den Begriff kennen sie dort zumindest, das weiß ich ganz genau, sie lassen sich ja zu dem Thema von den Medien interviewen. Was er bedeutet und wie man Inklusion umsetzt, wissen sie dort aber offensichtlich nicht. Oder wollen es nicht wissen. Ich tippe auf Letzteres. Ein Drama in vielen Akten.

Was uns heute passiert ist, ist schlicht unglaublich. Würde mir das jemand erzählen, ich hätte wirklich Mühe zu glauben, dass so etwas wirklich möglich ist. Und wie hilflos man sich als Eltern fühlen kann, obwohl man glaubt, dass man auf alles vorbereitet ist.

Nach dem letzten unerfreulichen Gespräch mit der Schule (Bericht hier) muss irgendetwas passiert sein. Ich vermute mal, dass der Kinderpsychiater da seine Hände im Spiel hat, weiß es aber nicht genau. Jedenfalls flatterte uns vor nicht ganz 2 Wochen ein ziemlich unverschämter Brief zum Thema Nachteilsausgleiche ins Haus. Dass man die ja nur gewähren könne, wenn dadurch kein anderes Kind einen Nachteil hätte (den Sinn von Nachteilsausgleichen nicht verstanden?) und sich ohnehin schon so großzügig für Paul einsetze. Dann erfolgte eine kurze Auflistung der angeblich bisher bereits gewährten „Nachteilsausgleiche“. Zum Kopfschütteln. Unter anderem wurde dort z.B. die Schulbegleitung als von der Schule gewährter Nachteilsausgleich aufgezählt. Ich holte tief Luft, dachte mir aber, dass es sich nicht wirklich lohnt, sich massiv drüber aufzuregen. An diesem Brief hing auch eine Einladung zur Klassenkonferenz, bei der über die Gewährung von Nachteilsausgleichen entschieden werden sollte. Dieser Termin war heute. Vorsichtshalber haben wir Eltern letzte Woche noch schnell einen formlosen Antrag eingereicht und dabei ausführlich die Nachteilsausgleiche, die wir für Paul für nötig befinden, aufgelistet. Orientiert haben wir uns dabei an der sehr empfehlenswerten Handreichung der niedersächsischen Landesschulbehörde, die wirklich Vorbildcharakter hat.

Die Klassenkonferenz war ein Desaster. zuerst sollten wir schildern, welche Schullaufbahn wir uns für Paul vorstellen. Eine Frage, auf die ich beim besten Willen nicht vorbereitet war. Das geht doch völlig am Thema vorbei. Mal davon abgesehen: Weiß man bei nicht-autistischen Kindern wirklich schon in der 2. Klasse, welchen Schulabschluss sie später machen werden? Wir guckten also erstmal ziemlich dumm aus der Wäsche (rw). Und dann prasselte es auf uns ein. Wir hätten es ja so gewollt, dass Paul eine Regelschule besucht „trotz seines Autismus“. Und wir können doch nicht verlangen, dass man auf einer Regelschule umfassende Nachteilsausgleiche gewährt. Das könne doch ein Lehrer alleine gar nicht leisten. Und außerdem hätte doch Paul menschlich tolle Fortschritte an dieser Schule gemacht, er sei doch ein pflegeleichtes Kind und dafür sollen wir doch gefälligst dankbar sein. Ohnehin sollen wir doch dankbar sein, dass sich die Lehrkraft so sehr engagiert und schon von sich aus gelegentlich mal einen Nachteilsausgleich nach Gutdünken eingeräumt hat. Aber zu verlangen, dass er beispielsweise Klassenarbeiten in einem separaten Raum schreiben kann, damit er sich auf die Arbeit konzentriert und nicht durch die vielen Reize im Klassenraum abgelenkt wird, dass ist doch wirklich nicht machbar und ein vollkommen unrealistischer Anspruch von uns Eltern. Auf unseren Einwand hin, dass er im Nebenraum ja nicht unbeaufsichtigt wäre und seine Schulbegleitung unter anderem auch dafür da ist, ihm Aufgabenstellungen passend zu strukturieren und ihm z.B. Textaufgaben in Mathe noch mal vorzulesen, durften wir uns anhören, dass dies keinesfalls die Aufgabe der Schulbegleitung wäre sondern unter Pädagogik fällt und deshalb von der Lehrerin zu erledigen sei. Die dies natürlich nicht könne (Was ja logisch ist, sie kann ja schlecht die Klasse unbeaufsichtigt lassen) und deshalb muss Paul die Arbeiten auch zukünftig im Klassenraum schreiben. Und außerdem seien doch mit dem sonderpädagogischen Schwerpunkt KME (körperlich-motorische Entwicklung) generell die Nachteilsausgleiche für Autismus schon abgedeckt (Auf einmal doch? Das klang doch beim letzten Gespräch ganz anders?) und mehr geht nun wirklich nicht. Als Nachteilsausgleich hatten wir auch angeführt, dass Paul oft Probleme mit freien Nacherzählungen ohne Themenangabe hat, da wurde uns dann klar gemacht, dass er das einmal (!) sehr wohl halbwegs hinbekommen hat und deswegen da auch keinerlei Nachteilsausgleich in Frage käme. Wir würden ihn doch nicht in seiner Entwicklung behindern wollen? Und auch die Pausenregelung wäre ja sehr zum Nachteil von Paul, wir hätten doch eine inklusive Schule gewählt, da könnten wir doch nicht zulassen, dass Paul sich in den Hofpausen zurückzieht. Wenn wir Inklusion wollen, dann auch unter den Bedingungen, die die Regelschule bereit ist zu bieten. Und sowieso verstehen sie nicht, warum wir Paul nicht an die zuständige Förderschule geben würden, da wäre er doch viel besser aufgehoben und dort könnte man ihm ja dann die Nachteilsausgleiche auch gewähren. In dieser Art ging es noch eine ganze Weile weiter. Tenor: Sie geben sich ja so viel Mühe und engagieren sich so toll und nur wir renitenten Eltern sehen das einfach nicht ein.

Mein Mann brach das Gespräch dann an der Stelle ab. Vom Prinzip her mussten wir immer wieder erklären, dass ein Nachteilsausgleich eben kein Vorteil gegenüber den anderen Kindern ist und dass Paul tatsächlich durch seine Behinderung eingeschränkt ist. Dass man dies aber eben nicht sieht. Die Erklärungen kamen aber überhaupt nicht an und wurden direkt abgeschmettert. Und so drehten wir uns im Kreis, das war absolut sinnlos.

Ganz wichtig war der Schule aber noch, dass wir keinesfalls öffentlich darüber reden dürfen, was dort heute besprochen wurde. Es könne ja nicht angehen, dass „sowas auf den sozialen Medien besprochen werde“. Mir ist nicht ganz klar, was genau daran ihr Problem ist. Wenn das doch alles so rechtmäßig und vorbildlich ist, warum verbieten sie uns dann den Mund?

Jetzt warten wir auf den schriftlichen Bescheid. Übrigens wurde auch noch uns zum Vorwurf gemacht, dass ja jetzt der formale Weg eingeschlagen werden musste. Obwohl nicht wir die Klassenkonferenz angesetzt haben. Inzwischen denke ich aber, dass der formale Weg der einzige ist, der uns noch offen steht. Der Bescheid ist ja dann ein Verwaltungsakt, gegen den man dann auch entsprechend vorgehen kann. Mal sehen, ob sie auch schriftlich jegliches Entgegenkommen so deutlich ablehnen und vor allem, wie es dort dann begründet ist.

Inklusion, die den Namen nicht verdient

Ich schrieb im letzten Jahr, wie gut die Inklusion an Pauls Grundschule umgesetzt wurde. Ein wahres Paradies. Leider grätschte uns ja die Sparpolitik dazwischen und Paul wechselte samt seiner Klassenkameraden die Schule. Zum Glück wurde der Klassenverbund so erhalten, aber alles andere wechselte: Schule, Lehrer, Materialien, leider auch die Schulbegleitung. Das Schlimmste am Wechsel ist aber die Einstellung der neuen Schule zum Thema Inklusion. Sie empfinden sie als lästige Pflicht und als Bürde. Leider merkt man das auch deutlich.

Wir wurden in die Schule geladen zum Lehrergespräch. Ich weiß schon, warum wir da prinzipiell zu zweit hingehen. Alleine hat man ziemlich schlechte Karten als Elternteil. Und heute war es besonders extrem: Mein Mann und ich saßen 3 Personen gegenüber, der Klassenlehrerin, dem Sonderpädagogen und der Referendarin, die momentan in der Klasse arbeitet. Anfangs sagten wir nochmal klar und deutlich, dass aktuell Testungen laufen, ob Paul eventuell ein zusätzliches ADHS und eine Dyskalkulie hat, und dass sich in den nächsten Wochen jemand aus der Praxis mit der Schule in Verbindung setzen würde. Wir Eltern merken ja schließlich auch, wo Probleme auftreten und kümmern uns dementsprechend. Das wurde erstmal nur nickend zur Kenntnis genommen.

Und dann ging es auch direkt los. Wir wurden darauf hingewiesen, dass wir in den nächsten Tagen einen Brief nach Hause bekommen, es aber zu ihrer Pflicht gehört, vorher mit uns zu reden. Dann bekamen wir eine ausführliche Aufzählung, was unser Sohn alles gut oder schlecht macht im Unterricht. Ich hakte das erste Mal ein als es hieß, er müsse ja beim lautgetreuen Schreiben besser werden und fragte nach, ob da denn berücksichtigt wird, dass er eine auditive Wahrnehmungs- und Verarbeitungsstörung hat und welcher Nachteilsausgleich ihm diesbezüglich gewährt wurde. Das brachte die Lehrerin zum ersten Mal etwas aus dem Konzept, der Sonderpädagoge schaltete sich zwar ein und erzählte ausführlich, was zum lautgetreuen Schreiben alles dazu gehört, aber meine Frage nach dem Nachteilsausgleich blieb erstmal unbeantwortet. Kein besonders guter Gesprächsauftakt.

In der Art ging es weiter. „Also beim Erzählen von freien Geschichten hat Paul aber große Probleme!“ Ja, das wissen wir und wir erklärten (mal wieder), dass dies bei Autisten ein verbreitetes Problem ist und dies auch im Rahmen der Nachteilsausgleiche berücksichtigt werden sollte. Uns schwante zu diesem Zeitpunkt schon nichts besonders Gutes mehr. Deutsch sei ansonsten relativ okay, aber Mathe… Dies könne er nicht, jenes könne er nicht und solches könne er auch nicht. Stimmt, wissen wir. Wobei „nicht können“ der falsche Ausdruck ist. Er kann es schon, aber nicht unter allen Bedingungen und in jeder Situation. Ich vergleiche das immer mit einer alten Kommode. Er weiß, wie er rechnen muss oder wie das Ergebnis lautet, aber diese Information liegt in einer Schublade der Kommode, die gerade klemmt. Er bekommt die Schublade nicht auf und hängt dementsprechend fest. Manchmal hilft dann eine Pause. Da waren wir uns auch tatsächlich einig mit den Lehrern. Nicht einig waren wir uns darüber, wie man sonst damit umgeht. Vor ein paar Wochen wurde ich gebeten zu protokollieren, wie genau Paul bei den Hausaufgaben arbeitet. Ich sollte aufschreiben, ob er schriftlich oder mit Hilfsmittel oder im Kopf rechnet und den Schmierzettel (bei schriftlicher Rechenweise) mit in die Schule geben. Außerdem wurde mal abgeglichen, was er in 15 Minuten zu Hause und in 15 Minuten in der Schule schafft. Da klafft eine riesige Lücke. Das wundert mich aber auch nicht. Er hat durch mich eine 1:1-Betreuung in reizarmer Umgebung. Das kann die Schule so nicht leisten (klar) und seine Schulbegleitung…nein, das lasse ich jetzt weg, das wird vermutlich mal ein Extra-Beitrag. Jedenfalls erfüllt er in Mathe also die Anforderung für die Versetzung nicht.

Weiter ging´s: Weil er in Deutsch so große Probleme hat (Jetzt doch?) wird er wohl auch die Anforderungen in den anderen Fächern nicht erreichen (hier relativ fadenscheinige Begründung von wegen Texte lesen einsetzen). Und deshalb müssen wir unbedingt den Förderschwerpunkt Lernen beantragen, damit er zieldifferent unterrichtet und in die 3. Klasse versetzt werden kann. Ich erwähnte es irgendwo schon mal: Ich habe kein Problem damit, wenn Paul den Förderschwerpunkt Lernen irgendwann bekommt. Ich lehne es nicht prinzipiell ab, ihn darauf zu überprüfen. Ich rege mich gerade darüber auf, wie das jetzt geschehen soll und womit das begründet wird. Leider teilweise mit klaren Falschaussagen, bei denen ich hoffe, dass sie wirklich nur dem Unwissen geschuldet sind. Nachteilsausgleiche wurden (entgegen anderslautender Aussagen bisher) nicht wirklich umgesetzt. Begründet wurde dies heute z.B. so: „Paul hat ja den Förderschwerpunkt KME, damit können wir ihm leider keinen Nachteilsausgleich für Autismus gewähren.“ Das ist schlicht sachlich vollkommen falsch. Nachteilsausgleiche sind unabhängig von einem eventuell festgestellten sonderpädagogischen Förderbedarf. Ein Nachteilsausgleich soll (wie der Name schon sagt) die behinderungsbedingten Nachteile eines Schülers ausgleichen. Nicht mehr aber auch nicht weniger. Darauf gibt es einen glasklaren Rechtsanspruch, der an keine Bedingungen außer einen geeigneten Nachweis des Bedarfes (z.B. durch ein ärztliches Gutachten) geknüpft ist.
„Wir können ihm doch nicht in allen Fächern einen Nachteilsausgleich gewähren.“ Auch falsch. Selbstverständlich kann ein Nachteilsausgleich auch sämtliche Fächer umfassen, wenn es erforderlich ist.
Jetzt wird es paradox: „In der 2. Klasse gibt es ja noch keine Zensuren, deshalb wäre es unsinnig, den Aufwand mit den Nachteilsausgleichen zu treiben. So mit Klassenkonferenz und so.“ Ja, es ist bürokratischer Aufwand und das tut mir ja auch leid, aber so ist es im Gesetz nun mal geregelt. Den unkonventionellen Weg mit Übernahme der bestehenden Ausgleiche aus der Schülerakte wollten sie ja nicht gehen. Ich möchte dieser Aussage aber mal eine andere entgegen stellen, die im selben Gespräch fiel: „Wenn Sie nicht auf unseren Vorschlag mit dem Förderschwerpunkt Lernen eingehen, dann können wir Ihren Sohn nicht versetzen.“ Den Förderschwerpunkt zu beantragen stellt nicht weniger bürokratischen Aufwand dar als die Festlegung der Nachteilsausgleiche. Viel mehr irritiert mich daran aber, dass Paul bisher die ihm zustehenden Nachteilsausgleiche nicht bzw. nur sporadisch gewährt wurden, aber vehement die Idee von sich gewiesen wird, dass dies einen guten Teil dazu beigetragen hat, dass seine Versetzung gefährdet ist. Das ist schon irgendwie ziemlich bitter.
Das sich dann noch herausstellte, dass sich keiner der Anwesenden mit den Materialien der eigenen Schulbehörde zum Thema Autismus in der Schule und Nachteilsausgleiche befasst hat, war dann auch schon fast egal. Das rundet das Bild einfach nur ab.

Ein bisschen Leben kam noch mal auf, als wir erwähnten, dass jemand aus der Praxis des Kinderpsychiaters in die Schule kommt und sich selbst ein Bild machen will. Erste Reaktion: „Also für diese ganzen Gespräche habe ich ja gar keine Zeit, jedes Kind hat normalerweise 20 Minuten pro Schuljahr und wir sitzen auch schon wieder eine Stunde hier.“ Ich erzählte dann die etwas geschönte Variante wie er auf Pauls Erzählung über die Schule reagiert hat. Wenn es nach ihm gegangen wäre, hätten wir beispielsweise noch am gleichen Tag die Schulbegleitung ersetzt und als er hörte wie es mit den Nachteilsausgleichen steht, dachte ich kurz, er würde gleich vor Wut durch die Decke gehen. Außer ein paar betretenen Blicken kam da auch kaum eine Regung bei den Lehrern. „Was hat das denn mit uns zu tun?“ war die Frage. Ich erklärte, dass er eine fachärztliche Stellungnahme abgeben wird, die sich auch mit den Zuständen in der Schule befasst und die sehr klare Ansagen zu den Nachteilsausgleichen enthalten wird. Ich erwähnte auch, dass diese Stellungnahme zur Beurteilung des weiteren Bedarfes der Schulbegleitung herangezogen wird (die Lehrerin möchte sie unbedingt behalten, arbeitet aber momentan dagegen, ohne es selbst zu merken) und gegebenenfalls auch Eingang in die Schülerakte finden wird. Ich weiß nicht genau, was davon ihnen klar machte, dass dies kein lustiges oder nerviges Spielchen von uns Eltern ist, auf jeden Fall wurden plötzlich eifrig Notizen gemacht.

Wir verabschiedeten uns dann mit dem Hinweis, dass wir nach dem Abschlussgespräch der aktuellen Diagnostik Bescheid geben werden, ob wir dem neuen Förderschwerpunkt Lernen zustimmen werden. Vorher macht es auch einfach keinen Sinn. Wenn Paul tatsächlich eine Dyskalkulie hat, muss man da wieder anders rangehen. Dass dieses Gespräch unbefriedigend für beide Seiten war, ist wahrscheinlich die Untertreibung des Jahres. Ich sehe jedenfalls noch viele schwere Kämpfe auf mich zukommen.

Nachtrag:
Jetzt habe ich doch glatt mein absolutes Lieblingszitat des Gespräches vergessen. Das möchte ich euch aber nicht vorenthalten. Mal gucken, ob ihr auch so schön facepalmen könnt wie wir.
„Mit dem Förderschwerpunkt Lernen können wir ihm ja die Dinge dann auch so erklären, dass er sie versteht!“
Ohne weitere Worte.

„Ich halte ja nichts von Inklusion“

Disclaimer: Achtung Rant.

Was du eigentlich ausdrückst, wenn du sagst „Ich halte ja nichts von Inklusion“:

„Ich finde es total super, wenn behinderte Menschen von klein auf aus der Gesellschaft ausgegrenzt werden.“

Nein, du kritisierst damit nicht das aktuelle Schulsystem, bei dem Inklusion oft genug leider auch nur eine leere Worthülse ist.

Du zeigst durch diese Aussage, dass du selbst gar nicht genau weißt, was Inklusion tatsächlich bedeutet.

Du trägst nicht dazu bei, dass sich etwas zum Positiven ändert.

Du zementierst damit alte Klischees, Ängste und Vorurteile und trägst sie weiter.

Lass das!

Durch solche undifferenzierten Aussagen schadest du denjenigen, die wissen, was Inklusion ist und sich aktiv dafür einsetzen.

Hör auf damit!

 

Nein, kein „Aber“. Du brauchst gar nicht erst versuchen, deinen Satz jetzt noch nachträglich zu relativieren.

Lass es einfach!

Punkt.